Sogar Profis, die viel und gerne Auto fahren, graut es vor engen Parklücken. Kein Wunder, denn schließlich ist das Einparken nicht immer ein Kinderspiel. In unserem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie man richtig rückwärts, seitlich oder vorwärts einparkt, natürlich mit leicht verständlichen Bildern und Videos.
Einparken für Dummies: ganz einfach erklärt
verifiziert von Frieder Bechtel | Mietwagen-Experte und Pressesprecher

Alles auf einen Blick
Mit diesen Punkten parkst du rückwärts, vorwärts und seitlich sicher in jede Lücke:
Rückwärts seitlich einparken: Stell dich parallel neben das vordere Auto, halte 50 Zentimeter Abstand und lenke bis zum 45-Grad-Winkel zum Bordstein ein.
Spiegel einstellen: In den Seitenspiegeln gehört der hintere Türgriff in die untere Ecke, im Innenspiegel siehst du die komplette Heckscheibe.
Zwischen zwei Autos: Setz dein Heck auf Blinkerhöhe des parkenden Autos, halte 50 Zentimeter Abstand und fahre langsam rückwärts in die Lücke.
Vorwärts einparken: Das lohnt sich nur bei genügend Platz; in vielen Parkhäusern ist vorwärts einparken aber mittlerweile vorgeschrieben.
Rückfahrkamera: Aktive und feste Markierungslinien zeigen den Weg nach hinten; verlass dich trotzdem nicht allein auf die Kamera, nutze zusätzlich die Spiegel.
Einparken für Dummies
1. Rückwärts seitlich einparken: so geht's
Die wichtigste Formel bzw. Faustregel, um rückwärts seitlich einzuparken: Passt das Auto seitlich in ganzer Länge neben die freie Parklücke, dann hat das Fahrzeug darin mit großer Wahrscheinlichkeit auch Platz.
Setz den Blinker, um den anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern zu signalisieren, dass du seitwärts einparken möchtest.
Stell dich parallel neben das vordere Auto; die beiden Außenspiegel sollten sich auf einer Linie befinden. Unbedingt 50 Zentimeter Sicherheitsabstand einhalten!
Jetzt das Lenkrad einschlagen und zurückfahren. Die Rücklichter des vorderen Fahrzeuges sollten sich jetzt etwa auf der Höhe des Beifahrersitzes befinden.
Lenkrad ganz einschlagen und weiter langsam rückwärts fahren bis das Auto in einem 45-Grad-Winkel zum Bordstein steht.
Jetzt gegenlenken und langsam seitwärts einparken.
Räder in der Lücke geradestellen und, falls nötig, korrigieren. Wenn zwischen Fahrzeug und Bürgersteig zu viel Platz ist, am besten schräg aus der Lücke fahren, ein wenig weiter zurückstoßen und dann erneut einlenken.
Wichtig: Seitenspiegel richtig einstellen
Egal ob du seitwärts, rückwärts oder vorwärts einparken möchtest: Vergewissere dich, dass die Spiegel richtig eingestellt sind. Beim linken Seitenspiegel sollte der hintere Türgriff in der linken unteren Ecke zu sehen sein, beim linken Seitenspiegel in der rechten unteren Ecke. Ebenfalls wichtig: Im Innenspiegel solltest du die komplette Heckscheibe sehen.
2. Rückwärts zwischen zwei parallel stehenden Autos einparken
Mit dem Auto oder einem Carsharing-Anbieter mal eben zum Supermarkt oder Baumarkt fahren? Dann musst du mit großer Wahrscheinlichkeit rückwärts zwischen zwei parallel parkenden Autos einparken. Mit etwas Übung kein Problem:
Dein Heck sollte sich zunächst auf der gleichen Höhe wie der Blinker des parkenden Autos befinden. Auch hier sollte der Abstand mindestens 50 Zentimeter betragen, Vorbeifahrende haben Vorfahrt.
Leg den Rückwärtsgang ein und schlag nach rechts ein. Die linke Fahrzeugseite schwenkt aus und im rechten Seitenspiegel siehst du das erste Auto.
Fahr weiter rückwärts. Im linken Außenspiegel taucht das zweite Auto auf.
Fahr weiter langsam rückwärts bis du parallel zu den anderen Autos neben dir stehst.
Stell das Lenkrad gerade und fahr langsam nach hinten in die Parklücke. Falls du korrigieren musst, fahr noch einmal nach vorne und richte das Auto gerade aus.
3. Vorwärts einparken: Anhaltspunkte und Tipps
Grundsätzlich gilt: Vorwärts seitlich einparken macht nur dann Sinn, wenn die Parklücke genügend Platz bietet. Sollte es etwas enger werden, dann seitwärts lieber immer rückwärts einparken! So hast du mehr Kontrolle über das Auto. Vorwärts Einparken ist in vielen Parkhäusern mittlerweile vorgeschrieben. Hol hierfür am besten so weit wie möglich aus und achte immer auf den Abstand zu den parallel nebeneinander parkenden Autos.
4. Einparken mit Rückfahrkamera
Viele Autos und Mietwagen sind mittlerweile mit einer Rückfahrkamera mit Weitwinkelobjektiv ausgestattet. Auf dem Bildschirm siehst du gleich mehrere Markierungslinien, die das rückwärts Einparken erleichtern sollen. Die Darstellung kann je nach Automarke und Kamera variieren, aber es gibt in der Regel folgende Markierungen:
Die aktiven Markierungslinien werden angezeigt, sobald du den Rückwärtsgang einlegst und das Lenkrad bewegst. Sie zeigen den Weg an, den das Fahrzeug voraussichtlich nehmen wird, wenn du die Lenkradstellung nicht veränderst.
Die festen Markierungslinien zeigen den tatsächlichen Weg des Fahrzeugs während der Rückwärtsfahrt in Form von geraden Linien an. Diese sind manchmal grün, gelb oder rot gekennzeichnet, je nachdem, wie nah sich Hindernisse und Gegenstände am Fahrzeug befinden.
Ganz wichtig: Verlass dich nicht voll und ganz auf die Kamera, sondern nutze zusätzlich die Außen- und Innenspiegel, um dich zu orientieren. Fahr außerdem langsam in die Parklücke hinein und achte auf das akkustische Warnsignal. Bei zu schnellen oder hastigen Fahrmanövern kann dieses nämlich im Zweifel nicht schnell genug reagieren.
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